| Tuishi pamoja |
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Tuishi pamoja - Ein Kindermusical über eine Freundschaft in der Savanne Eine Idee wird geboren Anlässlich des 35-jährigen Bestehens der VS Weißensberg entschied sich das Kollegium, ein Musical aufzuführen. Bei der Suche nach einem geeigneten Material stießen wir auf "Tuishi pamoja." Die Thematik begeisterte uns sofort. Inhalt und Konzept Das Musical erzählt eine Geschichte über Vorurteile, Freundschaft und Toleranz. Giraffen und Zebras leben nebeneinander, mögen sich aber nicht. Ein Angriff der Löwen bringt die Herden jedoch zusammen. Die pfiffigen Erdmännchen freuen sich, dass am Ende des Stückes alle Freunde werden. Zum Schluss singen alle "Tuishi pamoja", das ist Swaheli und bedeutet "Wir wollen zusammen leben." Projektgruppe Um die Planung zu erleichtern, wurde eine Projektgruppe gebildet und die Aufgaben verteilt. Ingegerd Gruchot übernahm alle Aufgaben, die mit dem Chor zu tun hatten, Brigitte Bucher war für die Regie zuständig und somit auch für die gesamte Probenplanung und - gestaltung. Ursula Herr sollte geeignete Sponsoren suchen und für die Choreografie der Tiergruppen sorgen. Die Leitung des Orchesters und die Gesamtorganisation übernahm Schulleiter Elmar Vögel. Casting In einem Elternbrief wurden die Eltern über das bevorstehende Projekt informiert. Die Kinder konnten sich für verschiedene Rollen bewerben: Chor, Tanz, kleinere Sprechrollen oder Solorollen. Die Umfrage ergab 92 Meldungen nur für die Tanzgruppe. Was nun? Wir entschieden uns für ein Casting, bei dem die Schüler vortanzen bzw. vorsingen oder vorsprechen mussten. Unsere Auswahl wurde akzeptiert, schließlich konnte jeder beim Musical mitmachen, der wollte, wenn auch vielleicht nicht immer in der gewünschten Rolle. Wir bemühten uns dabei sehr, alle Kinder angemessen, jedoch mit unterschiedlicher Schwerpunktsetzung zu berücksichtigen. Insgesamt wirkten ca. 140 Schüler mit. Coaching Die Lehrer wählten sich eine Gruppe aus, die sie betreuen wollten, so dass zu Beginn jedes Team für sich proben konnte.
Bereits im Januar begannen die Einzelproben, das 1. Probenwochenende kam am 9./10.2.07 . Eines wurde uns schnell klar: es gab noch viel zu tun! Sponsoring Der Schulleiter erstellte einen Budgetplan. Schnell stellten wir fest, dass wir unsere Kosten (ca. 10.000 €) mit den Eintrittsgeldern nicht decken konnten. Die ortsansässigen Firmen zeigten sich sehr großzügig, so dass wir die Hälfte unserer Unkosten durch Sponsorengelder finanzieren konnten. Allen Sponsoren an dieser Stelle nochmals herzlichsten Dank! Bühnenbild und Technik Unsere Aufgabe war es nun, für die Bühne zu sorgen. Wir entschieden uns für eine "Blackbox." Um die Zuschauer in ihrer Vorstellung der Savanne nicht einzuengen oder gar festzulegen, wählten wir symbolisch für die Serengeti einen stylisierten Baum. Das Bühnenbild wurde als Modell gebaut. 2. Probenwochenende (Turnhalle) 23./24.3. Zwischenzeitlich waren die jungen Akteure so weit, dass man einen gemeinsamen Durchlauf starten konnte. Neu war, dass die Musik nicht mehr von der CD gespielt wurde, sondern dass das Orchester live begleitete. Obwohl noch nicht alles perfekt klappte, waren doch alle recht begeistert, welche Fortschritte die Schüler bereits gemacht hatten. Wir waren zuversichtlich! Kostüme Brigitte Bucher und Sigrid Buchecker entwarfen die Kostüme. Im Februar gingen die Kostüme dann in "Produktion". Unsere Handarbeitslehrerinnen Liz Steinberger, Adjuta Beck und zahlreiche Mütter nähten, unter Anleitung von Sigrid Buchecker, an vielen Nachmittagen die beeindruckenden Kostüme. Als die Kinder "ihre" Kostüme zum ersten Mal sahen, waren sie total begeistert und konnten die erste Anprobe gar nicht abwarten.
Workshop Schminken Nun brauchten die Zebras, Giraffen, Löwen und Erdmännchen auch noch die passenden "Gesichter". In einem Workshop leitete Ria Diet über 10 Mütter an, wie sie die Schauspieler ausdrucksstark schminken können. Der Aufwand hatte sich gelohnt! Das "Outfit" der Darsteller war nun perfekt!
Es wird ernst Neben den zahlreichen Proben gab es noch viel zu organisieren:
Licht und Ton Die Firma MB- Light staffierte unsere Soloänger bestens mit Headphones aus und sorgte für perfekte Übertragung. Michael Schuster sorgte für die Lichteffekte. Punktgenau auf Text und Situation mussten Farbe und Zahl der Scheinwerfer festgelegt werden. Letztendlich verstärkten die Beleuchtung und die dadurch möglichen Effekte entscheidend die Aussage des Musicals. Dekoration Festhalle Die Festhalle wurde von Antje Orlich, Heide Leiter und Adjuta Beck mit unzähligen Zebras, Giraffen und Löwen in eine Serengeti verwandelt. Nicht schlecht staunten die Besucher, als ein lebensgroßes Zebra und eine Giraffe sie am Eingang begrüßten. Die Tiere wurden im Kunstunterricht hergestellt.
Es ist so weit: Haupt - und Generalprobe Wie im richtigen Theaterleben erreichte die Anspannung allmählich ihren Höhepunkt. Wir probten nun in der Festhalle, was eine weitere Initialzündung für die Kinder war. Sofort nahmen sie die Bühne in Besitz und ließen sich verzaubern von den Brettern, die die Welt bedeuten. Spätestens ab diesem Zeitpunkt war aus Kindern und Lehrkräften eine "Musical Company" geworden. Haupt- und Generalprobe verursachten ein Wechselbad der Gefühle. Während in der Hauptprobe vieles noch nicht klappte, brachte die Generalprobe am Tag vor der Vorstellung glücklicherweise die nötige Sicherheit für die Aufführungen. Premiere Spätestens als sich der Vorhang zur ersten Aufführung hob, schienen alle Anstrengungen der Probentage vergessen. Die Kinder gingen in ihren Rollen auf, der Chor beeindruckte mit den stimmungsvollen Songs, die unter die Haut gingen. Man merkte der Chorleiterin Ingegerd Gruchot und ihrem Schulchor die Freude an, so dass es nicht verwunderlich war, dass die Kinderstimmen an diesem Tag richtig zum "Glänzen" kamen. Das Orchester unter Leitung von Elmar Vögel heizte dem Publikum mit der afrikanisch-groovigen Musik kräftig ein. Der erste Szenenapplaus machte das Glück der Akteure perfekt. Alle Tiergruppen hatten einen fehlerlosen Auftritt und die Erdmännchen wurden mit ihrer pfiffigen Art schnell zum Publikumsliebling. Die atemlose Stille im Zuschauerraum war für uns alle der sichere Beweis, dass der Funke übergesprungen war und sich die Zuschauer vom Zauber des Stückes und seiner Botschaft gefangen nehmen hatten lassen. Noch lange wurde in der "Oase", vom Elternbeirat liebevoll bewirtet, über die gigantische Aufführung diskutiert. Fazit Donnernder Applaus einerseits und bewegte Gemüter bei den Zuschauern andererseits, belohnten uns mehr als reichlich für unsere Anstrengungen. Nach einem halben Schuljahr intensivster Probenarbeit und dem überwältigendem Erfolg steht für uns außer Zweifel, dass dieses Projekt ein für alle Beteiligten prägendes Erlebnis bleiben wird.
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